Windkraft 07.09.26

Repowering mit Rücksicht – Windpark Scheid

Wo früher sieben Windenergieanlagen standen, drehen sich künftig nur noch vier – und erzeugen doch ein Vielfaches an grünem Strom.
Im Windpark Scheid läuft das Repowering auf Hochtouren: Ältere Anlagen mit über 25 Jahren Laufzeit weichen modernen Nordex-Turbinen,
die deutlich effizienter arbeiten und mehr Energie aus jedem Windstoß herausholen.

Den Artenschutz im Blick
Besonderes Augenmerk lag beim Repowering auf dem Rotmilan. Der elegante Greifvogel mit dem charakteristischen rostroten Gefieder und dem tief gegabelten Schwanz ist so etwas wie das Wappentier der Region. Gerade in der Hohen Ahreifel fühlt er sich wohl, jagt in offenen Wiesenlandschaften nach Mäusen und brütet in alten Laubwäldern.  Damit sich Rotmilan und Rotorblätter nicht in die Quere kommen, hat die MLK ein spezielles Schutzkonzept entwickelt. Kernstück ist eine eigens angelegte Ausgleichsfläche, die genau auf das Jagdverhalten des Greifvogels abgestimmt ist. Sie wird während der gesamten Betriebszeit so bewirtschaftet, dass sie dem Milan einen attraktiven Lebensraum bietet.

Baufortschritt im Plan
Während der Rotmilan über den Feldern kreist, wächst der neue Windpark Stück für Stück in den Himmel. Die Inbetriebnahme von zwei der insgesamt vier geplanten Anlagen ist im Frühjahr 2026 erfolgt. Noch 2026 sollen dann auch die Tiefbauarbeiten für die weiteren Anlagen starten, die dann 2027 ans Netz gehen sollen.

Zurück nach oben