Von einem, der auszog, ein Windrad zu bauen

„Die langen Entwicklungszeiten von der Planung über die Genehmigung bis zur Fertigstellung sind ein immenses Hindernis beim Ausbau der Windkraft – etwa acht bis zehn Jahre – da braucht es einen langen Atem.“
Zum Abschluss noch: Was ist für dich der beste Moment beim Bau eines Windrades?
Da fragst du mich ja was … Bei der ersten Mühle in Grevenbroich bin ich noch jeden Tag hingefahren, oft auch hochgefahren, und habe den Ausblick genossen. Ich erinnere mich noch gut an die Siemensanlage in Jacobsdorf, da konnte man die Gondel runterklappen und dann stand ich im Freien und direkt vor meiner Nase drehten sich die Blätter – DAS war ein unglaubliches Gefühl. Das geht heute gar nicht mehr – Walter, mein Betriebsführer, würde mir einen Vogel zeigen, wenn er die Anlage für einen Blick nach draußen anhalten müsste. (lacht). Eigentlich ist jeder Teilschritt ein Meilenstein, den man feiern könnte, denn da steckt immens viel Arbeit drin. Aber es bleibt gar keine Zeit zum Hochschauen und Sekt zur Inbetriebnahme hatten wir auch eine Weile nicht mehr. Sobald das Windrad dreht, heißt es eigentlich: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“ Aber gut, wenn du so fragst … Gestern bin ich auf der A4 an Aldenhoven vorbeigefahren. Da steht eine Anlage von uns und der Wind stand gerade gut, die drehte also flott. Das ist so ein schöner Moment! Wenn alles läuft, super.
„Garzweiler II war mein Erweckungserlebnis – wenn man einmal in eine zerfressene Kohlelandschaft geschaut hat, weiß man, hier muss sich etwas ändern. Jetzt stehen auf vielen Abraumhalden Windräder und produzieren grünen Strom.“