Windpark Zschornewitz mit Weitblick
Auf der Kippe Barbarahöhe in Zschornewitz wurden acht Anlagen aus dem Jahr 2000 zurückgebaut und bis zum Februar 2025 vier neue, leistungsstärkere errichtet.

Der Windpark gehörte zu den ersten Projekten Heinrich Lohmanns, die er entwickelte, während er am Bauhaus in Dessau studierte. 1996 konzipierte der MLK-Geschäftsführer die acht Anlagen, die ab 2000 mit einer Nennleistung von jeweils einem MW etwa 10.000 MWh Strom pro Jahr produzierten. Die alten DeWind-D6-Anlagen hatten ausgedient und wurden durch vier ENERCON E-160 ersetzt.
Beim Abbau der Altanlagen spielt Recycling eine wichtige Rolle: So wurden u.a. die alten Fundamente bei der Neuerrichtung für den Wegebau genutzt. Auch der Stahl sowie die Kunststoffabfälle der Rotoren können mittlerweile aufbereitet und neu eingesetzt werden. Um den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten, errichtete die MLK die Anlagen in spezieller Bauweise mit Kletterkranen. Als Ausgleichsmaßnahmen hat die MLK zusätzlich in Abstimmung mit den Behörden und der Firma ENERCON alte, nicht mehr genutzte Kleingärten zurückgebaut und Streuobstwiesen angelegt. „Uns war es wichtig, die Ausgleichsmaßnahmen direkt vor Ort umzusetzen, damit die Ortschaften in unmittelbarer Nähe des Windparks davon profitieren“, erläutert Maik Zillmann, Leiter des MLK-Regionalbüros in Zschornewitz, die Umsetzung. Auch die Gemeinde rund um Gräfenhainichen profitiert vom Windstrom – die jährlichen Einnahmen aus dem „Energie-Cent“ helfen dabei, den Haushalt zu konsolidieren.



